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SALZBURGER FESTSPIELE 2017

SALZBURGER FESTSPIELE 2017
21. JULI - 30.AUGUST 2017



Ein Epizentrum des Besonderen

Was sollen Festspiele sein? Diese Frage bewegte die Gründer der Salzburger Festspiele in ihren Überlegungen zu einer einmaligen Salzburger Dramaturgie, als sie vor ziemlich genau hundert Jahren ihre Denkschrift Festspiele in Salzburg einbrachten.

Wir haben uns vorgenommen, die großen Gedanken unserer Gründerväter Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt weiterzuspinnen. Festspiele als Zusammenkunft abseits des Alltags und fern von den Zerstreuungen der Großstadt bedeuten nicht weniger als ein Heraustreten aus dem Gewöhnlichen in einen anderen Seinszusammenhang. Festspiele sollen staunenswerte künstlerische Konstellationen schaffen, die nicht bloß Zeitvertreib und Spektakel versprechen, sondern Aufforderung zum Nachdenken sind.

Die Salzburger Festspiele wollen ein Epizentrum des Besonderen sein. Mit diesem einfachen und doch schwer zu erfüllenden Auftrag treten wir – das neue Leitungsteam – an, die kommenden Jahre dieses Fest-Spiels zu gestalten.

Wir – Helga Rabl-Stadler und Markus Hinterhäuser – sind schon erfahrene Festspieler. Im Direktorium finden wir uns nach fünf Jahren wieder zusammen. Unterstützt werden wir von Bettina Hering und Florian Wiegand. Bettina Hering ist die neue Schauspielchefin. Sie will mit Stücken, die noch nie bei den Festspielen zu erleben waren, und mit besonderen Schauspielerpersönlichkeiten neugierig machen. Florian Wiegand ist bereits seit fünf Jahren fantasievoller Konzertgestalter der Salzburger Festspiele, der im Direktorium einen neuen Ideen- und Diskussionspartner in Sachen Musik hat.

In allen Zeiten stellte sich die Kunst den großen Fragen des Seins und der Allmacht des Todes. Das ist bei Monteverdi ebenso nachzuhören wie bei Mozart, Schostakowitsch oder Gérard Grisey. Das ist bei Hugo von Hofmannsthal nachzulesen wie bei Frank Wedekind. Das wird auch in den Inszenierungen der Aida durch Shirin Neshat und des Wozzeck durch William Kentridge erlebbar sein. Wir nehmen damit eine große Tradition der Salzburger Festspiele wieder auf und geben der bildenden Kunst entscheidenden Raum im Festspielsommer 2017.

Das enge Zusammenspiel zwischen Kunst und Gesellschaft handeln wir exemplarisch an den Phänomenologien der Macht ab. Alle unsere Opern – von Mozarts La clemenza di Tito bis Aribert Reimanns Lear –, die Dramen um Hauptmanns Rose Bernd und Wedekinds Lulu und auch die Konzertstücke bieten tiefe Reflexionen über Strategien der Macht, über den daraus resultierenden Verlust menschlicher Bindungen und das Abgleiten aus sozialen Gefügen.

„Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken, die Intelligenz“ – diese Maxime des Augen-, Ohren- und Gewissenszeugen Luigi Nono hat uns einmal mehr bei unseren Planungen begleitet. Aus vielen streitbaren, wichtigen und inspirierenden Gesprächen mit unseren wundervollen Künstlerinnen und Künstlern ist dieses Programm entstanden.

Für das Gelingen eines Fest-Spiels braucht es aber das neugierige Gegenüber, „denn nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum müssen die Besten sein, wenn das vollkommene Wunder entstehen soll, dessen das Theater an glücklichen Abenden fähig ist“, formulierte Max Reinhardt so eindrücklich.

In diesem Sinne laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam 2017 zu einem ganz besonderen Jahr der Salzburger Festspiele zu machen.

Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser


DAS PROGRAMM 2017 - ZUM DOWNLOAD

LINK zum SPIELPLAN



21.07.2017

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