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Manufaktur – Ankershofen – WHO IS WHO - News - Salzburg-Cityguide

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Who is Who – Manufaktur von Ankershofen

Uwe: Matthias, du warst ja schon als Einzelunternehmer sehr erfolgreich. Wie kam es dazu, dass aus deiner Tischlereiarbeit plötzlich eine ganze Manufaktur wurde?

Matthias: Das Thema stand schon lange im Raum. Paul und Theophil haben schon früh bei größeren Projekten mitgearbeitet, und als sich Ende 2023 die Möglichkeit ergab, in bestehende Räumlichkeiten mit modernem Maschinenpark und erfahrenen Leuten einzuziehen, war für uns klar: Jetzt ist die Zeit reif. Wir konnten uns technisch und personell perfekt aufstellen – das war der entscheidende Schritt zur Manufaktur.

Uwe: Euer Standort in Hallein, ist mitten im Salzburger Land. Wie wichtig ist dir der regionale Bezug?

Matthias: Extrem wichtig. Salzburg ist unser Zuhause, hier steckt unsere Geschichte, unser Stil, unser Fundament. Aber gleichzeitig zieht es uns raus ins Ausland, in neue Märkte, in andere Kulturen. Wir wachsen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.

Uwe: René, kommen wir zur Betriebsseite: Ihr habt aktuell rund 25 Mitarbeitende. Was bedeutet das für euch als Arbeitgeber?

René: Verantwortung. Für das Team, für Ausbildung, Weiterbildung, für ein gutes Klima. Wir wollen, dass alle hier mitdenken, mitgestalten und stolz sind, Teil davon zu sein. 25 Leute sind eine gute Größe: groß genug für komplexe Projekte, klein genug für echten Teamgeist.

Uwe: Matthias, ihr habt kürzlich eine neue 5-Achsen CNC in Betrieb genommen. Was verändert das im Alltag?

Matthias: Alles. Die Maschine ist ein Gamechanger. Sie eröffnet uns komplett neue Möglichkeiten in der Formgebung und Präzision. Dinge, die früher tagelang gedauert haben, schaffen wir heute in Stunden.

Uwe: René, Technik ist faszinierend aber wirtschaftlich bestimmt auch herausfordernd. Wie geht ihr damit um?

René: Neue Technik ist für uns kein Selbstzweck, sondern Fortschritt. Jede Maschine, jede Software bringt uns handwerklich weiter. Wir investieren lieber in Know-how und Präzision als in reine Geschwindigkeit. Am Ende zählt nicht, wie viel du produzierst, sondern wie gut das Ergebnis ist.

Uwe: Matthias, ihr übernehmt mittlerweile auch GU-Aufgaben. Was heißt das konkret?

Matthias: Wir bieten komplette Innenausbau-Lösungen Von der Planung über den Möbelbau bis zur Montage. Viele unserer Projekte sind heute Gesamtkonzepte, bei denen wir verschiedene Gewerke koordinieren. Wir verstehen uns also weniger als reine Tischlerei, sondern als Manufaktur für maßgeschneiderte Raumwelten.

Uwe: Und wie ist das für euch, wenn ihr international arbeitet?

Matthias: Großartig! Es fordert uns, aber genau das lieben wir. Neue Kulturen, andere Normen, spannende Bauprojekte. Jedes Land bringt neue Perspektiven. Wenn du dann vor Ort stehst und siehst, was dein Team geschaffen hat, weißt du, wofür du das machst.

Uwe: René, Wie geht ihr mit den Risiken solcher Großprojekte um?

René: Mit Erfahrung, Planung und klaren Prozessen. Wir kalkulieren konservativ, sichern Zahlungen ab und arbeiten mit verlässlichen Partnern. Risiko bleibt immer, aber Stillstand ist das größere Risiko.

Uwe: Matthias, in Zeiten von KI und Digitalisierung, wie verändert das euer Handwerk?

Matthias: Überraschend positiv. KI hilft uns in Planung, Visualisierung und Organisation. Das Handwerk selbst erlebt gerade ein Revival. Menschen schätzen das Echte wieder: echtes Material, echte Handarbeit, echte Individualität. Das ist unsere Zeit, weil wir beides verbinden.

Uwe: Wie siehst du die Entwicklung der Manufaktur im Jahr 2026?

Matthias: Wir wollen unsere Prozesse weiter digitalisieren, international expandieren und gleichzeitig regional verwurzelt bleiben. Wir wachsen, aber wir bleiben Manufaktur, nicht Fabrik.

Uwe: René, Was war bisher dein größtes Learning?

René: Maschinen kannst du kaufen, Teamgeist nicht. Technik ist das Werkzeug, aber Menschen machen den Unterschied. Wir funktionieren, weil hier jeder wirklich will. Nicht aus Pflicht, sondern aus Stolz. Das ist für mich echtes Handwerk.

Uwe: Matthias, was sagst du einem Kunden, der überlegt, ob er euch beauftragen soll?

Matthias: Wenn du auf Qualität, Individualität und ehrliches Handwerk Wert legst, dann bist du bei uns richtig. Wir bauen nicht einfach Möbel. Wir schaffen Räume mit Seele. Das kostet mehr, aber es fühlt sich auch nach mehr an. Und das spürt man jeden Tag.

Uwe: Und zum Abschluss: Was motiviert dich jeden Tag aufs Neue?

Matthias: Wenn aus einer Idee etwas Echtes entsteht. Wenn Holz Form bekommt, Menschen begeistert sind und Räume leben. Dieses Gefühl, etwas Bleibendes zu schaffen.

Kontakt:
Manufaktur von Ankershofen GmbH & Co. KG
Egglstraße 3, 5400 Hallein

Webseite / Link: Manufaktur von Ankershofen

10.11.2025
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