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Andrea Foisner

Andrea Foisner
Unternehmenskultur im Wandel
Diktatorische Befehlsgeber waren gestern

Als Mentorin für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung (WOP®) unterstützt Andrea Foisner, Menschen und Unternehmen in ihrer Entwicklung in Richtung Zukunft. Ihren Erfahrungsschatz hat sie sich in 25 Jahren Privatwirtschaft (davon 20 Jahre in verschiedenen Management-Positionen in einem Konzern) angeeignet.

Pamela: Liebe Andrea, was bedeutet es wertorientiert zu leben?

Andrea: Unser Leben rast an uns vorbei. Wir hecheln hinterher und bemühen uns, etliche Rollen zu erfüllen, die wir meinen, erfüllen zu müssen. Das Problem dabei ist, dass wir vom „Außen“ so beschäftigt werden, dass wir kaum noch zu uns selbst kommen. Das ist fatal, denn meist merken wir gar nicht, dass uns dabei mehr und mehr die Kraft ausgeht. Weil wir vieles tun und meinen tun zu müssen, was uns gar nicht entspricht.

Pamela: Bin ich dann nicht automatisch ein Egoist?

Andrea: Nein! Das Ziel meiner Arbeit mit Menschen ist es, deren ureigene Identität und den Sinn des Seins zu finden. Dieser Frage intensiv nachzugehen: Wer bin ich denn eigentlich? Was gehört ursächlich zu mir und worin lebe ich selbstentfremdet - durch Erziehung, Schule, Glaubenssätze, negative Lebenserfahrungen, etc. Erkenne ich das und schaffe ich es, das nicht nur im Denken sondern auch in der Tiefe meiner Seele loszulassen, werde ich frei. Frei für ein Leben, wie ich es will. Frei im Ausleben meiner Potenziale und Talente, die mir mitgegeben sind. Und das hat nichts mit Egozentrizität zu tun, wenn ich dabei verantwortlich bleibe.

Pamela: Welchen Beitrag leitet die wertorientierte Persönlichkeitsentwicklung im Unternehmensbereich?

Andrea: Ganzheitlichkeit bezieht sich in der Methode der WOP nicht nur auf Körper-Seele-Geist, sondern auch auf unsere Innenwelt, neben der Außenwelt. Beide sind Realitäten. Daher lohnt es sich ganz besonders, dieses große innere Reich zu bereisen. Denn dort lagern gewaltige Gefühlskräfte, die Werte, die darauf warten, endlich entdeckt zu werden und leben zu dürfen. Ich meine damit beispielsweise die Güte in uns, die Souveränität oder die Durchsetzungskraft. In diesem seelisch/geistigen Bereich agieren wir intuitiv, wir wissen aus uns heraus, was zu uns gehört und für uns sinnvoll ist.

Führungskräfte von heute brauchen nichts mehr als das. Wir müssen wegkommen von machtlüsternen Managern, weg von Mehr-Schein-als-Sein-Fassaden-Faces, weg vom Kopieren anderer, weg von diktatorischen Befehlen hin zu authentischen Führungspersönlichkeiten. Und auf der Arbeitnehmerseite brauchen wir dasselbe. Befehlsempfänger und Lemminge helfen keinem Unternehmen weiter. Was es aber braucht, sind reflektierte Menschen, die ihre blinden Flecken kennen und aus ihrer Mitte heraus verantwortlich und entschieden agieren. Unsere innere Welt belebt die uns innewohnenden guten und großen Seiten - die Wahrhaftigkeit, die Großzügigkeit, die Entschlossenheit, den Mut und eben auch Freiheit und Verantwortlichkeit. Und eben niemals Gier, Machtlust und Unehrlichkeit.


„Nur wer seine innere Welt zum Strahlen bringt, glänzt nach außen.
Im Job. Privat. Im Leben.“

Andrea Foisner: Mentorin für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung (WOP®)


Mag. Pamela Falkensteiner
Email: office@pinkmoon.at



01.07.2016

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