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Salzburger Dom

Dem Heiligen Rupert und dem Heiligen Virgil wurde einst der Salzburger Dom geweiht, der sich harmonisch in das Salzburger Stadtensemble einfügt. Der Barockbau mit einer beeindruckenden Länge von 101 Metern ist ein Muss auf jedem Salzburg-Trip – er gehört zum UNESCO Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.




Damals.




Der erste romanische Dom, der an der Stelle des heutigen Salzburger Doms stand, wurde 774 vollendet. Doch nur vier Jahrhunderte später, am 5. April 1167, brannte der Dom ab. Angeblich waren es die Grafen von Plain, die den Dom im Auftrag von Friedrich von Barbarossa anzündeten, weil der Salzburger Erzbischof Konrad  III. den vom Kaiser ernannten Gegenpapst Viktor IV. nicht anerkennen wollte. Nachdem der alte Dom ausgebrannt war, errichtete Konrad III. den fünfschiffigen Konradinischen Dom.




 




Doch auch dieser Bau in der Altstadt überstand nur einige Zeit und auch er brannte im 16. Jahrhundert aus. 1614 fand unter Markus Sittikus von Hohenems die Grundsteinlegung für den neuen Dom statt, Baumeister war Santino Solari. 1628 konnte der neue Dom von Fürsterzbischof Paris von Lodron in einem achttägigen Domweihfest eingeweiht werden – vermutlich das größte historische Fest der Stadt Salzburg. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Kuppel des Doms und das Querschiff von einer Fliegerbombe getroffen, zwischen 1945 und 1959 wurde der Dom wieder aufgebaut.




 




In seiner wechselvollen Geschichte gab es in den verschiedenen Salzburger Domen insgesamt sechs Brände: Die erwähnten der Jahre 1127 und 1167, einen Brand im Jahr 1312, bei dem aufgrund der großen Hitze sogar die Glocken schmolzen, einen weiteren 1598 und 1859 sowie jenen im Jahr 1944, der durch die Fliegerbombe ausgelöst wurde.




Heute.




Der Salzburger Dom steht relativ frei in der Salzburger Innenstadt, gemeinsam mit Residenz und St. Petersstift umgibt er den Domplatz. Von dort aus steigt eine breite Treppe zu den Portalen des Doms an. Das Westwerk wendet sich mit seinen reichen Figuren und den 80 Meter hohen Türmen zum Domplatz hin: Die prächtige Fassade ließ der Architekt mit Untersberger Marmor auskleiden  und die Turmgeschosse sind mit korinthischen, toskanischen und ionischen Pilastern verziert. Im Gegensatz dazu stehen die anderen Fassaden des Domes, die romanisch und dementsprechend eher schmucklos wirken. Überlebensgroße Figuren prägen die Vorhalle zum Dom – sie stellen die Kirchenpatrone sowie den Heiligen Petrus und den Heiligen Paulus dar.




 




In den 1990er-Jahren wurde die Fassade generalrestauriert. Die Gemälde im 32 Meter hohen Hauptschiff wurden von Donato Mascagni und Ignazio Solari gestaltet – sie zeigen die Passion Christi. Der Hochaltar mit seinem freistehenden Marmorbau wird hingegen dem Baumeister Santino Solari zugeschrieben. Ältester Gegenstand in der Kirche ist wohl das Taufbecken an der Nordwand, ein Bronzeguss aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, das wohl 1321 von Meister Heinrich geschaffen wurde. Die 71 Meter hohe Tambourkuppel des Doms ist mit insgesamt 16 Fresken bestückt, die alttestamentarische Szenen in lebhaften Bildern darstellen. In den Sommermonaten, von Anfang Juli bis Ende August, können die Besucher des Doms seine Geschichte und die Kunstwerke vom Museum in Gratisführungen erleben. Im Rahmen der Salzburger Festspiele wird auf dem Domplatz in der Stadt von Mozart alljährlich der Jedermann, ein mittelalterliches Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal aufgeführt. 

Salzburger Dom


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