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St Francois D’Assise – PREMIERE / Salzburger Festspiele 2026 - Fotos - Salzburg-Cityguide

St Francois D'Assise - PREMIERE / Salzburger Festspiele 2026

Wenn der Schlussapplaus zum Geburtstagsgeschenk wird und der Hauptdarsteller ein Franziskaner Mönch

Nur für kulturell konditionsstarke Besucher. Die Premiere der Oper „Saint Francois D´Assise“ ist mit sechseinhalb Stunden Dauer das Mammutwerk der heurigen Festspiele in Salzburg. Bei allerdings knapp 40 Grad vor dem Festspielhaus auch ein „Flüchten“ in die klimatisierte Felsenreitschule.

Salzburgs Erzbischof Franz Lackner hatte da mit der Dauer überhaupt kein Problem: „Es ist ein Bedürfnis und eine Freude dieses Stück zu sehen. Freue mich riesig, wenn die Gestalt des Franziskus alles so richtig zum Leuchten bringt“. Der Erzbischof ist dabei ein „Wiederholungstäter“. Er durfte sich das Stück vor wenigen Tagen bei der Hauptprobe schon einmal ansehen.

Das schönste Geschenk machte sich am Ende Regisseur Romeo Castellucci zu seinem Geburtstag selbst. Der endlose Schlussapplaus war wohl ein besonderes Präsent zum 66. Geburtstag des Italieners. Als er dann genau sieben Minuten nach Mitternacht zur Premierenfeier im Restaurant M32 am Mönchsberg eintraf nahm er es locker: „Finito – jetzt ist es mit meinem Geburtstag auch schon vorbei, ausgefeiert“. War es freilich nicht. Das Festspieldirektorium hatte für ihn eine riesige Geburtstagstorte samt Minifeuerwerk parat. Neben dem obligaten „Happy Birthday” verziert mit den Namen aller von ihm bisher in Salzburg inszenierten Opern. Angeschnitten vom Geburstagskind persönlich und groß genug für alle Gäste: Neben dem Ensemble das Festspieldirektorium mit Präsidentin Kristina Hammer, Intendantin Karin Bergmann und Direktoriumsmitglied Lukas Crepaz,
der französischen Kulturministerin Catherine Pegard, der heurigen Festspielrednerin Maria Kalesnikava, Festspielprotokollchefin Suzanne Harf, Dirigent Maxime Pascal und Gastgeberin Susi Schellhorn. Fehlte nur Hauptdarsteller Philippe Sly. Der wollte nach dem Marathonstück gleich wieder Kraft tanken. Schon am Sonntag steht die nächste Aufführung am Programm.

Apropos Kraft tanken: Das tat der Kanadier schon zuvor auf ungewöhnliche Weise in der Mozartstadt. Zur Vorbereitung auf die Rolle zog er für zehn Wochen in das Franziskanerkloster am Kapuzinerberg in Salzburg. Dort lebte er im Rhythmus der Klostergemeinschaft mit ihren Gebetszeiten und heiligen Messen.

Im Rupertusblatt, der Kirchenzeitung der Erzdiözese Salzburg, sagt er dazu: „Eine Erfahrung, die mich nachhaltig prägt, auch über die Festspielzeit hinaus. Wenn man die Welt einmal mit anderen Augen gesehen hat, kann man das nicht mehr rückgängig machen“.

FOTOs: Franz Neumayr
( Zusatz / Fotos: Bei Bildmaterial von Dritten, ist keine Verkauf, bzw. Übermittlung von Originalen möglich. )

Fotos von: Franz Neumayr

Datum: 04.08.2026

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