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Salzburgs Bergputzer

- wieder im Altstadteinsatz +++ Die Hangrutschverordnung ist ein in Salzburg einzigartiges Gesetz, dass sich im Einsatz der Bergputzer manifestiert. Sie sind verantwortlich, dass den Salzburgern kein Stein am Schädel fällt, wenn sie durch die Altstadt spazieren. Ab kommenden Montag ist wieder Frühlingsputz auch in den Felsen angesagt. Nach dem besonders kalten, langen Winter brauchen die porösen Felsplatten eine besonders genaue Kontrolle schildert Martin Schierhuber, Leiter des Teams der Bergputzer. Die Verordnung geht auf eine Katastrophe im Jahr 1669 zurück, bei der am 16. Juli 230 Menschen einem Felssturz in der Gstättengasse bis zur Markuskirche zum Opfer fielen. Seither werden systematisch die Felsen der Stadt überprüft. Rund 370.000 Quadratmeter sind es heuer. Die Wehrmauern kamen neu dazu. Das sind zusätzliche zwei Kilometer. Die zählen zum Weltkulturerbe und sollen jetzt auch vom Bergputzerteam gesäubert werden. Auch die Steinschlag-Schutzzäune am Kapuzinerberg gehören zum Aufgabengebiet. In den letzten Apriltagen wird auch immer wieder einmal die Straße gesperrt, um gefahrlos für die Salzburger das lockere Konglomerat einzusammeln. Hammer und Kübel sind bei den Feinarbeiten fix dabei. Die Arbeit am Seil in luftigen Höhen findet bei fast jedem Wetter statt. Manche eingewachsenen Wurzeln müssen zuerst mit der Motorsäge entfernt werden, da sie Risse im Fels verursachen können. Das beste am gefährlichen Job, da sind sich die Bergputzer einig – ist die perfekte Aussicht über die schönste Stadt der Welt.

Datum: 2013-04-12


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