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Metzgersprung Salzburg - Salzburg-Cityguide

- Am Faschingssonntag, 3. März, fand im St. Peter-Bezirk in der Salzburger Altstadt wieder der traditionelle Fleischerjahrtag statt. Höhepunkte waren dabei einmal mehr der „Metzgersprung“ und das Fahnenschwingen durch 14 neue Fleischergesellen. +++ Diese Traditionsveranstaltung hat eine wechselvolle Geschichte, die bis ins Jahr 1512 zurückreicht. Aus zahlreichen Metzgerbräuchen haben sich im Lauf der Jahrhunderte zwei bleibende Zunftbräuche herausgebildet, die auch heute noch gepflogen werden: Durch den Metzgersprung in einen Bottich voll Wasser werden die Lehrlinge laut Überlieferung „von den Sünden reingewaschen, die sie während der Lehrzeit begangen haben“. Das Schwingen der 40 Kilogramm schweren Zunftfahne, die die Fleischer in Salzburg seit 500 Jahren führen dürfen, fordert im Anschluss daran die ganze Kraft und Geschicklichkeit der Gesellen. +++ Metzgersprung und Fahnenschwingen haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Publikumsmagnet und zu einem Höhepunkt im Salzburger Fasching entwickelt. Auch heuer war der Andrang enorm. Hunderte Schaulustige ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die jungen Fleischergesellen und auch eine Gesellin bei ihrer „Prüfung“ zu beobachten und die extra nur für den Faschingssonntag erzeugten „Stockwürste“ zu verkosten. +++ 14 junge Metzgesellen aus Salzburg, Bayern, Tirol und Steiermark wurden heute, Sonntag, im Hof von St. Peter in Salzburg mit dem Sprung in den Wasserbottich traditionell von ihren Lehrzeitsünden reingewaschen. Anschließend hieß es beim Schwingen der 40 Kilogramm schweren Zunftfahne die für das Handwerk nötige Kraft unter Beweis zu stellen. Nach vielen Jahren war mit der Tirolerin Barbara Schipflinger erstmals auch wieder eine Frau, die das Handwerk erlernt hat.

Datum: 03.03.2019


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