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JEDERMANN – Premiere

Keine „echte“ Premiere – trotzdem viel Nervosität +++ Minutenlang beklatschte Samstag abends gegen Mitternacht Festspielpräsidentin Helga Rabl Stadler das Ensemble des „Jedermann“ nach der Premiere am Domplatz, als dieses beim Schlussapplaus ganz ungewöhnlich durch das Publikum abtrat. „Ich bin jedes Mal von dem Stück auf´s Neue begeistert, auch wenn es, und das soll auch so sein, betroffen macht. Da bin ich dann ganz froh, dass ich nur die Managerin der Festspiele bin, und kein Schauspieler. Mit mir auf der Bühne käme wahrscheinlich nichts Gescheites heraus“, so die Salzburger Festspielchefin, die gleich noch einen Tipp parat hatte, wie man es bei den Festspielen schauspielerisch ganz nach oben bringen könnte. „Am besten sich für die Jedermann-Tischgesellschaft bewerben, das hat schon manche Schauspielkarriere begonnen“. Ein bisschen Gelassenheit nach der Anfangsnervosität („Man weiß ja nie, ob etwas beim Publikum ankommt oder nicht“) zeigte auch Festspielintendant Alexander Pereira. Auch er beklatschte zusammen mit Freundin Daniela („Ich studiere momentan zwar in Mailand, komme aber immer so gerne in die Mozartstadt und weiß jetzt schon, dass sie mir fehlen wird) die Premiere. Pereira: „Die Vorzeichen sind günstig und es würde mich freuen, wenn meine letzte Saison in Salzburg auch die Schönste wird“. Im Gegensatz zur Präsidentin versuchte er es zuerst im künstlerischen Bereich und ging dann ins Musikmanagement. „Ich hab zwölf Jahre Gesang studiert und bin dann halt draufgekommen, dass ich dafür nicht geeignet bin“. Schausplatzwechsel vom Domplatz in den Stieglkeller unterhalb der Festung Hohensalzburg, wo man sich zu mitternächtlicher Stunde zur Premierenfeier traf. Mit fünf Schlägen in Teamarbeit zapften Jedermann Cornelius Obonya und seine Buhlschaft Brigitte Hobmeier das 50 Liter Fass Stiegl-Goldbräu Bier an. Ebenso wie das Stück war das Anzapfen eine Neuauflage der letztjährigen Premiere. „Sowohl die Rolle als auch das Anzapfen wird nie zur Routine, ein bisschen Nervosität bleibt. Letztes Jahr Stufe neun auf der zehnteiligen Lampenfieberskala, heuer Stufe sieben.  Aber ein bisschen beruhigter angegangen bin ich es heuer schon“, zeigte sich der „Jedermann“ mit seinem Tagwerk zufrieden. Ähnlich erging es Buhlschaft Brigitte Hobmeier: „Das Lampenfieber ist vor jeder Vorstellung da. Heuer ist alles nur ein bisschen vertrauter“. Die Aufregung um ihr – angeblich – zu sexy Kleid versteht sie nicht ganz. „Es ist der gleiche Schnitt wie im Vorjahr. Und wenn ich mich nicht im Spiegel betrachte, sehe ich es ja nicht so genau. Aber ich glaube, es glitzert ganz gehörig.“ Bei heimischen Schmankerln wie gefüllter Kalbsbrust, Eierschwammerlpasta und Krustenbraten feierten weiters: Schauspielchef Sven Eric-Bechtolf, die Jedermann-Regisseure Brian Mertens und Julian Crouch, „Tod“ Peter Lohmeyer, „Teufel“ Simon Schwarz, „Mammon“ Jürgen Tarrach und das „Schuldknecht-Paar“ Fritz Egger und Katharina Stemberger.

Datum: 2014-07-19


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