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EC Red Bull Salzburg
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Red Bulls stehen nach viertem Sieg gegen Zagreb im Finale
Der EC Red Bull Salzburg gewann das fünfte Halbfinalspiel der Erste Bank Eishockey Liga gegen KHL Medvescak Zagreb in der fast ausverkauften Salzburger Eisarena mit 3:2 und steht damit zum fünften Mal infolge im Finale der Österreichischen Meisterschaft – das allerdings erst nach einer enorm spannenden Schlussphase, nachdem die Salzburger zwischenzeitlich schon mit 3:0 geführt hatten.
Entschlossen gingen die Red Bulls ins erste Drittel, wollten einfach nichts mehr anbrennen lassen. Dabei mussten sie wieder ohne Matthias Trattnig, der heute das letzte seiner 10-Spiele-Sperre absaß, sowie die Rekonvaleszenten Kelsey Wilson und Willi Lanz auskommen. Und die Salzburger erwischten wieder den besseren Start, nach fünf Minuten verwertete Daniel Welser nach optimalem Zuspiel von Thomas Koch zum 1:0. Danach wurde das Spiel aber zäher. Die Red Bulls versuchten die Kontrolle zu übernehmen, produzierten dabei aber auch zu wenige gefährliche Aktionen zum Tor. Ein zwei Gute Möglichkeiten für Ryan Duncan, eine für Andre Lakos. Dafür ließen die Kroaten in der 16. Minute eine Großchance aus, als Rok Jakopic plötzlich allein vor Salzburgs Torhüter David LeNeveu stand, der aber cool blieb und die Situation entschärfte.
Auch im zweiten Durchgang scorten die Hausherren kurz nach Wiederbeginn. Kapitän Thomas Koch bestach einmal mehr mit technischer Brillanz, als er die Scheibe auf engstem Raum vor dem Torhüter mit dem Schlittschuh stoppte und ohne Übergang unter die Querstange hob. Danach übernahmen die Salzburger in einem insgesamt sehr disziplinierten Spiel mehr und mehr das Heft in die Hand, konnten aber einige weitere schöne Möglichkeiten nicht in Zählbares ummünzen. Goalie David LeNeveu wurde nicht viel beschäftigt, war aber bei einigen gefährlichen Schüssen auf der Hut.
Im Schlussdrittel sah nach Mike Siklenkas, durch Martin Ulmer mit einem Traumpass vorbereiteten Treffer zur 3:0-Führung bereits alles nach einem klaren Sieg aus, als die Kroaten plötzlich noch einmal zu beißen begannen. In Minute 50 fiel der erste Gegentreffer, Daniel Welser meinte später: „Die Kroaten wollten noch nicht auf Urlaub fahren und haben alles nach vorn geworfen“. Das zahlte sich auch 68 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aus, als Kapitän Alan Letang – die Kroaten spielten bereits mit sechs Feldspielern – den Anschluss herstellte. In der Schlussphase spielte sich dann alles im Salzburger Drittel ab, doch die Red Bulls behielten ruhig Blut und wehrten alle restlichen Angriffe der Gäste ab. Damit war der Finaleinzug endgültig besiegelt. Noch einmal Daniel Welser, einer der besten Salzburger Play-Off-Spieler: „Auch wenn es heute noch einmal knapp geworden ist, so können wir doch stolz auf unsere Halbfinalserie sein. Die teilweise klaren Resultate täuschen über die wahre Stärke der Kroaten und die Spiele hinweg, aber mit unserer starken Auswärtsperformance haben wir uns das letztlich verdient. Jetzt ist nur mehr das Finale wichtig, und wer dort unser Gegner wird, ist eigentlich egal, da wir es ohnehin nicht beeinflussen können.“ Morgen gibt es einen Erholungstag, danach startet die Vorbereitung auf die Endspiele.
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | 5. Halbfinalspiel
EC Red Bull Salzburg – KHL Medvescak Zagreb 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)
Tore: Welser (5.), Koch (23.), Siklenka (49.) resp. Hecimovic (50./PP), Letang (59.)
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