Mozarts Geburtshaus.

Die Getreidegasse ist wohl Salzburgs berühmteste historische Gasse – wer hier durchschlendert, begegnet an jeder Ecke Geschichte. Zwischen den Häuserreihen ragt ein Haus besonders hervor, auch deshalb, weil es meist von Trauben von Touristen belagert wird: Das gelbe Haus mit der Nummer 9 und dem goldenen Schriftzug, das Hagenauerhaus ist das Geburtshaus des wohl berühmtesten Komponisten der Welt: Wolfgang Amadeus Mozart. 

Damals.

1585 wurde das Haus in der Getreidegasse 9 in der Salzburger Altstadt vom Hofapotheker Chunrad aus der Familie der Fröschlmoser gekauft. Bis heute ist auf den Torflügeln der Eingangstür eine Äskulapschlange im Löwenmaul, das Symbol des ärztlichen und pharmazeutischen Standes zu erkennen. Dem Betrachter des Hauses fällt auch das marmorne Barockportal ins Auge, das aller Wahrscheinlichkeit nach vom Salzburger Bildhauer Johann Baptist Hagenauer geschaffen wurde. Allerdings referiert der Name des Hauses, das „Hagenauerhaus“ im Zentrum der Stadt, nicht auf den Bildhauer, sondern wohl auf den späteren Besitzer: Im Jahr 1703 wurde das Gebäude von Georg von Hagenauer gekauft. Später ging das Haus an Johann Lorenz von Hagenauer, den Enkel, über. Dieser war ein Freund und ein Förderer Mozarts.

 

Im November 1747 zogen Leopold und Anna Maria Mozart in den dritten Stock des Hauses in ihre neue Mitwohnung. Neun Jahre später, am 27. Jänner 1756 erblickte hier der wohl berühmteste Komponist Europas als siebtes Kind der Familie das Licht der Welt: Wolfgang Amadeus Mozart war geboren. 1773 übersiedelte die Familie an den Makaratplatz in Salzburg, da die Wohnung in der Getreidegasse endgültig zu eng geworden war. 

Heute.

Schon 1880 verwandelte die Internationale Stiftung Mozarteum das Geburtshaus des Komponisten in ein Museum. 1917 konnte die Stiftung das Haus auch käuflich erwerben. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Hagenauer Haus bzw. das Museum ständig ausgebaut und erweitert, ohne jedoch den speziellen historischen Charme anzutasten. Heute werden im Geburtshaus Mozarts vier Themenschwerpunkte genauer beleuchtet:

 

  • Mozart und die Universität
  • Mozarts Freundschaft mit Salzburger Familien
  • Kirchenmusik und Heiligenverehrung
  • Mozart und das Theater

 

„Mozart auf dem Theater“

Letzterer Schwerpunkt wird im oberen Stockwerk präsentiert: Dort beleuchten diverse Bühnenmodelle aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert die Beziehung zwischen Mozart und dem Theater. An den Dioramen, also den Miniaturmodellen, wird den Besuchern die Rezeption der Mozartopern nähergebracht.

 

Mozarts Instrumente
Als Hauptattraktionen des Geburtshaus gelten nach wie vor diverse Musikinstrumente, auf denen der bekannte Komponist einst musizierte: Seine Kindergeige, Konzertgeige, der Clavichord, der Konzertflügel und Mozarts Hammerklavier. Die Musikinstrumente wurden von Mozarts Witwe und den Kindern des Komponisten einst an die Internationale Stiftung Mozarteum vermacht. Mitte der 90er-Jahre wurden sie sorgsam restauriert. Dank moderner Museumstechnik, die von der Architektin Elsa Prochazka installiert wurde, werden die Instrumente auch künftig vor dem nagenden Zahn der Zeit geschützt.

 

„Alltag eines Wunderkindes“ und „Die Mozarts – eine Familie stellt sich vor“
Auch Gegenstände des täglichen Bedarfs werden ausgestellt,  beispielsweise Möbel, Portraits, Briefe und Bilder von Mozart, z.B. das von Mozarts Schwager 1789 begonnene, aber nicht vollendete Ölgemälde „Mozart am Klavier“. Vom Architekten und Karikaturisten Thomas Wizany wurden die drei erwähnten neuen Ausstellungen eingerichtet. 

Öffnungszeiten und Kontakt.

9.00-17.30 Uhr
9.00-20.00 Uhr (Juli und August)

 

Führungen nach Vereinbarungen.

Preise.

Geburtshaus:
Erwachsene: 10,00 Euro
Kinder (6-14 Jahre): 3,50 Euro
Schüler in der Klasse: 3,50 Euro
Jugendliche (15-18 Jahre): 4,00 Euro
Familien: 21,00 Euro
Personen mit Behinderung: 8,50 Euro (Begleitperson gratis)
Gruppen ab 10 Personen, Studenten, Senioren: 8,50 Euro

 

Kombiticket Wohn- und Geburtshaus:
Erwachsene: 17,00 Euro
Kinder (6-14 Jahre): 5,00 Euro
Schüler in der Klasse: 5,00 Euro
Jugendliche (15-18 Jahre): 6,00 Euro
Familien: 36,00 Euro
Personen mit Behinderung: 14,00 Euro (Begleitperson gratis)
Gruppen ab 10 Personen, Studenten, Senioren: 14,00 Euro

 

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