EC RED BULL SALZBURG
- der Red Bulls gegen den KAC
Schon vor dem ersten Viertelfinalspiel herrschte in der ausverkauften Salzburger Eisarena tolle Stimmung, und von der ließen sich auch der EC Red Bull Salzburg und der EC-KAC anstecken. Von Beginn an ging es voll zur Sache, wenn gleich anfangs beide Teams noch nervös agierten. In der vierten Minute traf dann plötzlich John Lammers aus halblinker Position mit einem strammen Schuss zum 1:0 für die Gäste, und das brachte auch die Red Bulls endgültig auf den Plan. Ohne die Verletzten Jeremy Williams und Danny Bois, dafür wieder mit Rob Davison, Daniel Welser und Manuel Latusa steigerten sie sich mehr und mehr in die Partie hinein und glichen in der zwölften Minute verdient aus. Der 17-jährige Johannes Bischofberger nutzte einen Abpraller und erzielte sein erstes Saisontor mit der Kampfmannschaft. Kurz davor verhinderte noch Salzburgs Goalie Marty Turco einen größeren Rückstand nach einem Angriff zweier Kärntner Stürmer gegen einen Verteidiger, Thomas Hundertpfund scheiterte am Kanadier. Nur vier Minuten später packte Doug Lynch im zweiten Powerplay den Hammer aus und traf von der blauen Linie zur ersten Führung der Hausherren. Das war das erste starke Drittel in einer zur Pause hin schon merklich emotionaler werdenden Partie.
Im zweiten Abschnitt wurde den Zuschauern, die sich zum Play-off-Auftakt bei der Salzburger White Night ganz in weiß präsentierten und damit ihre Unterstützung der Red Bulls symbolisierten, dann alles geboten, was man sich von einem Play-off-Spiel erwarten darf. Der KAC hatte anfangs die bessere Phase und glich in der 27. Minute aus kurzer Distanz aus. Danach erzeugten die Red Bulls in einem unglaublich schnellen Spiel viel Verkehr vor dem Kärntner Tor, drückten auf den nächsten Treffer. Lange Zeit war der KAC-Goalie Andy Chiodo Herr der Lage und behielt auch bei etlichen brenzligen Szenen die Übersicht. In der 38. Minute aber konnte er endlich von Robbie Earl – typisch für diese Phase des Spiels aus einem Gestocher heraus – überwunden werden, es stand 3:2. Und nur 29 Sekunden vor der zweiten Pausensirene war es Thomas Raffl, der im 4:3-Powerplay wieder bei einem Gestocher zur Stelle war und zum 4:2 für die Hausherren erhöhte.
Im Schlussdrittel legten die Red Bulls in der 43. Minute gleich noch einmal vor, Brent Aubin erzielte im Powerplay in Kombination mit Assistgeber Robbie Earl ein Bilderbuchtor. Doch gegen einen KAC ist eine 3-Tore-Führung nicht unbedingt eine Vorentscheidung, nur eine Minute später kamen die Kärntner wieder auf 3:5 heran. In der Folge hatten die Hausherren dennoch die besseren Möglichkeiten und kontrollierten jetzt auch über weite Strecken die Partie, wenn gleich Salzburgs Goalie Marty Turco v.a. in Unterzahlsituationen immer wieder gefordert war. Das Spiel bot bis zum Schluss Hochspannung, doch die Salzburger ließen sich in der Defensive auf keine Spielchen ein und brachten schließlich den 5:3-Sieg auch gegen sechs Kärntner Feldspieler in der Schlussminute ins Trockene.
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA – VIERTELFINALE
EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 5:3 (2:1, 2:1, 1:1)
Tore: Bischofberger (12.), Lynch (16./PP), Earl (38.), Raffl (40./PP), Aubin (43./PP) resp. Lammers (4.), S. Geier (27.), Schuller (44.)
Salzburgs Head Coach Pierre Pagé wollte den wichtigen Auftaktsieg dieser Viertelfinalserie gegen den KAC gar nicht weiter kommentieren: „Wir müssen sofort für das nächste Spiel bereit sein. Es war ein hartes Spiel, aber wir haben bis zum Ende gekämpft, das war wichtig. Einige junge Spieler haben heute viel gelernt, haben am eigenen Leib gespürt, was es bedeutet, Play-off zu spielen. Am Dienstag erwartet uns wieder eine neue Herausforderung, der KAC wird versuchen, mit dem neuen Trainer, mit einer neuen Taktik zu überraschen, und wir müssen die richtige Reaktion zeigen.“ Das war also Spiel Nr. 1 im Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga. Weiter geht es für die Red Bulls am kommenden Dienstag in Klagenfurt.
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